Zum Jahresende 2017 waren es im Sinne des Sozialgesetzbuches bereits über 3,4 Millionen Personen. Dies ist kein Einzelfall. Insofern darf das Thema Gewalt in der Pflege nicht per se mit kriminellem Handeln gleichgesetzt werden. Die Angehörigen sollten auch Auskunft darüber geben, ob sie selbst der pflegebedürftigen Person gegenüber gewaltsam gehandelt hatten. 6. bitten den Arzt um die Anordnung von Psychopharmaka, damit der Pflegekunde sich ruhig verhält. Wieder andere Handlungen entspringen einer gut gemeinten Absicht (z. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gewalt gegen Ältere ("Elder Mal­treatment") so: "Unter Gewalt gegen ältere Menschen versteht man eine einmalige oder wiederholte Handlung oder das Unterlassen einer angemessenen Reak-tion im Rahmen einer Vertrauensbeziehung, wodurch einer älteren Person Schaden oder Leid zugefügt wird. Viele davon sind nicht strafrechtlich relevant. Bitte laden Sie die Seite erneut und wiederholen Sie den Vorgang. In: Zentrum für Qualität in der Pflege (Hrsg. Es gibt verschiedene Definitionen von Gewalt. verfahren bei Hilfestellungen grob und schnell. Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2009, S. 196-207. Beachten Sie hierbei folgende Gesprächsregeln: Jede dieser Handlungen kann Ausdruck von Gewalt gegen Ihren Pflegekunden sein, ohne dass sich Angehörige dessen bewusst sind. zwängen der pflegebedürftigen Person ihre eigene Vorstellung von Hygiene auf. Das Zentrum für Qualität in der Pflege hat deshalb pflegende Angehörige befragt. So bewältigen Sie als Pflegefachkraft die speziellen Herausforderungen. Berlin: Robert Koch-Institut, 2015. (Hrsg. Dazu gehört zum Beispiel die Implementierung von regelmäßigen Fortbildungen und von Verhaltensrichtlinien. Görgen, T.; Bauer, R.; Schröder, M.: Wenn Pflege in der Familie zum Risiko wird. Erst seit Kurzem lässt er sich bei der Pflege von einem ambulanten Pflegedienst unterstützen. Redaktion: News und Praxistipps für eine professionelle Palliativpflege – speziell für Pflegekräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen. Die einzelnen Verhaltensweisen sind in zwei Gruppen "psychische Gewalt" und "körperliche Gewalt" zusammengefasst. Besprechen Sie dies immer mit Ihren Vorgesetzten. Die Stichprobe zeigt: Viele von ihnen leiden unter gewaltförmigen Handlungen der Pflegebedürftigen – und umgekehrt. Häufig lassen sich die Handlungen mit Überbelastung (z. Ihnen ist nicht bewusst, dass dies eine falsch verstandene Rücksichtnahme ist, die den Ehemann letztlich nur weiter in die Überforderung treibt. Dies ist kein Einzelfall. Dies zeigt eine attraktive und elegant gekleidete Frau mit einer blondierten Lockenfrisur. Im Vergleich zu psychischer Gewalt berichteten die Befragten recht selten von FEM. 8. Schwerpunkt Gewalt in der Pflege: Aggressionen gegen oder durch pflegende Angehörige; Kommunikation und Verstehen sind Schlüssel zur Prävention; Schutzkonzept eines großen Trägers. Es gibt verschiedene Definitionen von Gewalt. Suhr, R.: Pflege ohne Gewalt. Die Studienergebnisse deuten auf die Relevanz des Themas und unterstreichen unter anderem, dass profes­sionell Pflegende für das Thema Gewalt in der Pflege, die Risiken und Anzeichen besonders sensibilisiert sein sollten. Gewalt durch pflegende Angehörige gegenüber Pflegebedürftigen. Aggressionen von Angehörigen gegen Bewohner werden viel zu oft von Pflegekräften ignoriert, die fassungslos zuschauen, sich aber nicht trauen, die Angehörigen direkt anzusprechen. Ein Fehler ist aufgetreten. Die dargestellten Ergebnisse bilden nicht die Auftrittshäufigkeit von Gewalt in dem betrachteten Setting ab, sondern liegen wahrscheinlich darunter. Bedenken Sie, dass Sie vor allem Ihrem Pflegekunden gerecht werden müssen. Gewalt und krankheitsbedingtes gewaltförmiges Verhalten von Pflegebedürftigen gegenüber pflegenden Angehörigen. Reagieren Sie daher schon auf die Anzeichen, die in dem Selbsttest beschrieben sind. Ein zentraler Aspekt von Versorgungsqualität für gesundheitlich stark belastete ältere Menschen ist, in der Pflege sicher aufgehoben zu sein. So kommentieren sie sein Vorgehen nicht und blicken weg, wenn er seiner Frau den Becher zwischen die Lippen presst, sie anschreit oder kneift. Tenden­ziell sind pflegebedürftige Menschen auf die Pflegenden angewiesen, können sich bei Problemen oft schlechter behaupten und sich teilweise kaum oder gar nicht äußern. Oft sind besonders Pflegekunden Opfer von Gewalt, die sich herausfordernd verhalten, sich aber gleichzeitig nicht gegen Aggressionen oder körperliche Übergriffe wehren können. Berlin, 2018. 4 GUT ZU WISSEN Herr Kuhn pflegt seine demenzerkrankte Ehefrau seit fast 4 Jahren. Gewalt in der Pflege – das ist sowohl in der professionellen Pflege – etwa im Pflegeheim – als auch für pflegende Angehörige eine große Herausforderung.Um Gewalt in der Pflege möglichst zu vermeiden, sollten sich Pflegende und Pflegebedürftige präventiv mit der Thematik auseinandersetzen.Gewaltanwendung im Pflegeheim:So gaben in verschiedenen Studien zwischen 40 und 72 % der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen an, dass sie sich mindestens einmal so verhalten h… Ebenfalls deutlich seltener als psychische Gewalt wurde auch bewusste Vernachlässigung angegeben. Das weitere Vorgehen muss dann sorgsam erwogen werden, etwa im Rahmen einer Fallbesprechung. Gesundheitliche Chancengleichheit, 2016, siehe unter Kurzlink: https://bit.ly/2U0bFnx Zur Abo-Seite, {{(Comments.Comments |commentfilter ).length}} Kommentar, {{(Comments.Comments |commentfilter ).length}} Kommentare, Behinderung und psychische Beeinträchtigung, Initiative für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Mehr als nur ein Job – Arbeiten bei der Caritas, www.zqp.de/portfolio/gewalt-informelle-pflege. Er argumentiert: „Das bekommt sie doch sowieso nicht mehr mit.“ Gleiches gilt für die Kleidung: Frau Kuhn besitzt nur noch Jogginghosen und T-Shirts. 5.4 Gewalt in der Familie gegen pflegebedürftige alte Menschen Auf Grund der besonderen sozialpolitischen Brisanz der Pflegebedürftigkeit alter Menschen und der großen Bedeutung der Pflege durch Familienangehörige … Vielmehr taucht das Thema als Aspekt der Forschung zur Gewalt gegen Ältere auf. 40 Prozent gaben an, in den letzten sechs Monaten mindestens einmal absichtlich ein Verhalten gezeigt zu haben, das hier als Gewalt eingestuft wird. Durch eine frühzeitige Angehörigenedukation können Sie sich viele Beschwerden ersparen, Mit Small Talk die Zufriedenheit Ihrer Pflegekunden steigern, So überwinden Sie die Skepsis von Angehörigen gegen Ihre professionelle Pflege. So lautet die Definition von Gewalt. Gewalt durch pflegende Angehörige gegenüber Pflegebedürftigen. Stuttgart: Verlag und Gesellschaft der Evangelischen Gesellschaft, 2013. Die Eskalation der Gewalt muss deshalb schnellstens gestoppt werden. Lediglich eine Studie gibt erste Hinweise auf den Umfang des Problems.6, Vor diesem Hintergrund hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) eine Befragung bei pflegenden Angehörigen initiiert. Die Abbildung (oben) zeigt, wie häufig die Befragten - nach eigener Aussage - die pflegebedürftige Person so behandelt haben, dass man von psychischer oder physischer Gewalt sprechen kann. Die Wahrnehmungen sollten umfassend, genau und sachlich dokumentiert und der Pflegedienstleitung zeitnah berichtet werden. Görgen, T.: Wissen über das Phänomen Gewalt in der Pflege. Fast die Hälfte der Befragten wusste von mindestens einem Vorkommnis, das psychischer Gewalt zuzurechnen ist, über ein Zehntel mindestens von einer Form körperlicher Gewalt. Anmerkungen ; Kärki, F. U.: European report on preventing elder maltreatment. Stellen Sie klar, dass Sie es umsetzen, wenn er sein Verhalten nicht ab sofort ändert. 1. Telefax 0761 36825-33 Wollen Sie weitere Meinungen hören? zwingen Ihren Pflegekunden zum Essen, Trinken oder zur Körperpflege. Dies kann körperlich, psychisch oder finanziell sein. Je nach Schwere der Misshandlung können Ihre Maßnahmen von der Beantragung eines amtlich bestellten Betreuers aufgrund von Überforderung der Pflegeperson, Anzeige aufgrund körperlicher Gewalt oder der Meldung bei der Pflegekasse reichen. Der überwiegende Teil von ihnen wurde zu Hause versorgt - gut 2,6 Millionen. Fasst man die Auskünfte zu vier Gewaltgruppen zusammen, berichteten 32 Prozent der Befragten, "psychische Gewalt… Den Pflegekräften ist bewusst, dass Herr Kuhn Tag für Tag an seine Grenzen geht, um seine Frau zuhause zu pflegen. Wenn Pflegekräfte Anzeichen für Gewalt oder gewaltförmiges Verhalten in der Häuslichkeit beobachten, darf dies nicht ignoriert werden. Telefon 0761 36825-26 5. Weitere Themen: Nachhaltige Geldanlagen, Magazin „Sozialcourage“. ): "Sicherer Hafen" oder "gefahrvolle Zone"? 4. Ähnliche Unterschiede zeigen sich bei körperlicher Gewalt: 44 Prozent aus der Gruppe der Betroffenen berichteten über Niedergeschlagenheit, in der Gruppe der nicht Betroffenen waren es 35 Prozent. Deutscher Caritasverband e. V. – Karlstraße 40 – 79104 Freiburg Gleichzeitig ist es wichtig, dass Sie keine Alleingänge machen. Kommunikation und Verstehen sind die Schlüssel, Wagnis der Pflegedienst-Betreiber: Studie schafft Transparenz. Angehörige - Deutschlands größter Pflegedienst. Mehr. To be sure, violence is always a problem. Bei etwa 830.000 Empfänger(inne)n von Leistungen aus der Pflegeversicherung war ein ambulanter Pflegedienst in die Versorgung eingebunden.1 Die häusliche Versorgung wird ansonsten maßgeblich von etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen sichergestellt - das legen Hochrechnungen aus dem Jahr 2015 nahe.2, Die Gewährleistung guter, würdevoller Pflege ist eine erhebliche gesellschaftliche, gesundheits- sowie sozialpolitische Herausforderung. Thoma, J.; Zank, S.; Schacke, C.: Gewalt gegen demenziell Erkrankte in der Familie: Datenerhebung in einem schwer zugänglichen Forschungsgebiet. Wichtige Informationen zum Thema Pflege und Betreuung bei Demenz. Manchmal üben auch Pflegebedürftige Gewalt gegenüber Pflegern, pflegenden Angehörigen und anderen pflegebedürftigen Personen aus. Telefon 0761 200-410 Die Pflegekräfte sind betroffen, als sie ein Foto von Frau Kuhn entdecken, das vor etwa 6 Jahren aufgenommen wurde. Görgen, T. et al., a. a. O., 2009. GBE kompakt 6 (3). Die Stichprobe von n = 1006 Personen wurde aus einem Panel mit circa 80.000 deutschsprachigen Personen gezogen und nach Kombinationen von Alter, Geschlecht und formaler Bildung nachgewichtet. Falls Sie deutliche Anzeichen körperlicher Gewalt entdecken, ist sofortiges Handeln erforderlich. Sprechen Sie den Angehörigen daher auf sein Verhalten an, denn nur so können Sie ihn unterstützen. Leitungskräfte in der Pflege sollten dafür sorgen, dass Gewaltprävention im Gesamtzusammenhang mit einer Patientensicherheitskultur einen hohen Stellenwert im Pflegedienst hat. In der Forschung wird vor allem zwischen körperlichen Formen einerseits und psychischen, emotionalen und verbalen Formen andererseits unterschieden. 2. In Görgen, T. Lindert, J. U.; Soares, J. J. F.; Csöff, R. M.; Barros, H.; Torres-González, F.; Iodannidi-Kapolou, E.; Stankunas, M.: Gewalt und Gesundheit bei älteren Menschen in Europa. neue-caritas@lambertus.de Ich musste Gewalt anwenden um sie hierherzubringen. Das Erkennen von Gewalt im Handlungsfeld der ambulanten Pflege und Betreuung eröffnet die Möglichkeit, Hilfe und Unterstützung für die Opfer anzubieten und auch präventive Maßnahmen zur … Folgender Anteil der Befragten berichtete von nachstehenden Handlungen gegen sich: Spucken (ein Prozent), Kratzen oder Kneifen, so dass es wehtat (drei Prozent), Stoßen, Schubsen oder Treten (drei Prozent), Drohung mit Faust, Stock oder anderem Gegenstand (vier Prozent), Rammung mit Rollator oder Rollstuhl (vier Prozent), Schlag mit Hand oder einem Gegenstand (vier Prozent), grobes Anfassen oder Zerren (sechs Prozent), Versuch der Einschüchterung mit Worten oder Drohung (23 Prozent), Beleidigung oder abfällige Bemerkung (32 Prozent), Anschreien oder Herumkommandieren (36 Prozent). „Kostenlose Tipps & Praxishilfen für Ihren Pflegealltag“ und als Erstes über aktuelle Fortbildungen & Rabatte informiert werden, Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AGSie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. sorgen für eine praktische Frisur und möglichst praktische Kleidung. Um Gewalt gegen Pflegekunden zu verhindern, ist es entscheidend, dass Sie deren Ansätze schnellstmöglich erkennen. Women's organisations play an essential role in the fight against violence. Prinzipiell reicht das Spektrum der Unterstützung durch die professionelle Pflege von Beratungsgesprächen über die Vermittlung spezialisierter Hilfe bis hin zum Einschalten staatlicher Instanzen, wenn gesundheitliche Gefährdungen nicht anders abgewendet werden können oder Straftaten vorliegen.8 Datenschutz-Hinweis, Checklisten, Muster-vorlagen, Arbeitshilfen. Holen Sie sich Hilfe für Ihre stationäre Pflege! Zudem kommt es vor, dass Pflegende Gewalt durch pflegebedürftige Menschen erfahren. Alle 14 Tage informiert die neue caritas aus den Arbeitsfeldern der Caritas als kompetente und zuverlässige Informationsquelle des Deutschen Caritasverbandes. Aggressionen von Angehörigen gegen Bewohner werden viel zu oft von Pflegekräften ignoriert, die fassungslos zuschauen, sich aber nicht trauen, die Angehörigen direkt anzusprechen. 40 Prozent gaben an, in den letzten sechs Monaten mindestens einmal absichtlich ein Verhalten gezeigt zu haben, das hier als Gewalt eingestuft wird. Bei dem vorliegenden Artikel handelt es sich um eine Adaption der ZQP-Analyse. Demografisch bedingt werden in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein. 3. Er schneidet seiner Frau die Haare selbst, da er einen Friseurbesuch für zu aufwendig hält. fixieren die betroffene Person oder schließen sie ein. Grundlage der Nachgewichtung war der Deutsche Alterssurvey 2014. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Gewalt gegen Pflegebedürftige. Eggert, S.: Schnapp, P.; Sulmann, D.: ZQP-Analyse Aggression und Gewalt in der informellen Pflege. Kopenhagen: World Health Organization, 2011. Oft bestehen diese in einzelnen subtilen Handlungsweisen, die Angehörige entweder vertuschen oder scheinbar logisch begründen. Weitere fachliche Informationen zu diesem Thema, die gerade auch für Beratungen nach § 37,3 SGB XI hilfreich sein können, sind kostenfrei auf dem Internetportal des ZQP zu ­finden unter www.pflege-gewalt.de oder in dem Ratgeber "Gewalt vorbeugen", der auf der Internetseite www.zqp.de bestellt werden kann. mobilisieren den Pflegebedürftigen gegen seinen Willen oder lassen ihn ohne Grund im Bett. Angehörige von Menschen mit Demenz gaben dies häufiger an als die anderen Verwandten. kommunizieren respektlos mit und über den Pflegekunden. Sethi, D.; Wood, S.; Mitis, M.; Bellis, M.; Penhale, B.; Marmolejo, I.I. übernehmen alle Pflegehandlungen, auch solche, zu denen ein Pflegekunde selbst in der Lage ist. Gewalt in der Pflege kann prinzipiell alle in die Pflegekonstellation Involvierten betreffen, geschieht häufig unabsichtlich und kommt in unterschiedlichen Erscheinungsformen vor. Es fällt auf, dass der Freiheitsentzug mit Medikamenten (drei Prozent) häufiger angegeben wurde als der durch Einschließen (ein Prozent). Fasst man die Auskünfte zu vier Gewaltgruppen zusammen, berichteten 32 Prozent der Befragten, "psychische Gewalt" ausgeübt zu haben, zwölf Prozent sprachen von "körperlicher Gewalt", elf Prozent von Vernachlässigung und sechs Prozent von freiheitsentziehenden/-einschränkenden Maßnahmen (FEM). 1 x in der Woche finden Sie in unserem kostenlosen E-Mail-Newsletter PPM Qualitäts-Management aktuelle Tipps zur Qualitätssteigerung. Die Daten wurden im April und Mai 2018 erhoben. Pflegedienste sollten genau hinschauen. Wetzstein, M., Rommel, A., Lange, C.: Pflegende Weil kognitive oder körperliche Einschränkungen sowie anderweitig schlechte Gesundheit in der Forschung als Risikofaktoren dafür identifiziert worden sind, Gewalt zu erleben, kommt der Gewaltprävention in der Pflege hohe Relevanz zu. Zum Beispiel geschieht das durch körperliche Übergriffe, Gesten oder Worte, die als respektlos empfunden werden. Die Fachzeitschrift für Sozial-Profis mit Beiträgen aus Politik, Praxis und Forschung. Das kann für Pflegende eine große Herausforderung sein und wiederum bei ihnen zu Aggressionen und Gewalt führen. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 37 (2004), S. 349-350. Eine klare Rangordnung der Gewaltformen ist nicht zu erkennen, fest steht lediglich, dass die offene, körperliche Gewalt nur eine und wahrscheinlich nicht die häufigste Spielart von Gewalt darstellt. Bedenken Sie: Einen Angehörigen der Gewalt zu bezichtigen ist ein schwerwiegender Vorwurf, bei dem Sie immer der Rückendeckung Ihrer Einrichtung bzw. redaktion@caritas.de, Abo und Vertrieb: Für aggressive Gefühle oder Gewalt von pflegenden Angehörigen gegen pflegebedürftige Menschen liegen unter anderem zwei wichtige Pionierarbeiten mit kleinen Stichproben vor.5 Gewalt oder krankheitsbedingtes gewaltförmiges Verhalten, das sich vonseiten pflegebedürftiger Menschen gegen pflegende Angehörige richtet, ist noch weniger erforscht. Fünf Prozent der befragten Angehörigen beschreiben die bewusste Vernachlässigung der Mund- und Körperpflege bei der pflegebedürftigen Person. Dazu waren verschiedene Gewaltformen aufgelistet. Im Kampf gegen Gewalt spielen Frauenorganisationen eine wesentliche Rolle. Schnapp, P.: Gewalt gegen Pflegebedürftige: Fakten und Hilfe. Ziel war es unter anderem, sich quantitativ der Frage anzunähern, wie relevant das Problem Aggressionen, Gewalt beziehungsweise krankheitsbedingtes gewaltförmiges Verhalten in der informellen Pflege insgesamt in Deutschland ist.7. Ihres Pflegedienstes bedürfen. B. ruckartige Transfers) erklären. Taugt die „Sozialcourage“, um Ehrenamtliche zu binden? ): Gewaltprävention in der Pflege. Die statistische Fehlertoleranz der Untersuchung in der Gesamtstichprobe liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten. machen dem Pflegekunden seine Unbeweglichkeit zum Vorwurf („. Grundgesamtheit der vorliegenden Analyse sind Personen in Deutschland im Alter von 40 bis 85 Jahren, die in ihrem privaten Umfeld seit mindestens sechs Monaten und mindestens einmal pro Woche einen Menschen pflegen. Ihr Mehrwert: beschimpfen Ihren demenziell veränderten Pflegekunden aufgrund von Fehlhandlungen. Den Ergebnissen liegt eine Befragung mit standardisiertem Fragebogen zugrunde. Wer Caritas machen will, sollte die neue caritas zur Hand nehmen, meint Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin. Bevor Sie zu diesen drastischen Maßnahmen greifen, kündigen Sie dem Angehörigen Ihr Vorhaben an. Entscheidend für Gewalt in der Pflege ist, dass sie sowohl psychisch ausgeübt wird als auch in … Gewalt kommt in verschiedenen Formen vor. Kriminalitäts- und Gewalt­erfahrungen im Leben alter Menschen: Ergebnisse einer multimethodalen Studie zu Gefährdungen älterer und pflegebedürftiger Menschen. "4, Zum Thema Gewalt in der informellen Pflege in Deutschland ist wenig wissenschaftlich publiziert - nicht zuletzt, weil die Erforschung kompliziert ist. Natürlich ist Gewalt immer ein Problem. Entscheidend für Gewalt in der Pflege ist, dass sie sowohl psychisch ausgeübt wird als auch in körperlicher Schädigung des Pflegekunden münden kann. Durch Überforderung kann Gewalt langsam entstehen. Statistisches Bundesamt, 2018. Die Studie lässt keine Aussagen darüber zu, ob Gewalt insgesamt oder in einer bestimmten Form häufiger von pflegebedürftigen Menschen gegen pflegende Angehörige ausgeübt wird oder umgekehrt. Die vollständigen Ergebnisse, insbesondere in Bezug auf Risikofaktoren, aber auch methodische Anmerkungen zur Studie sind nachzulesen unter www.zqp.de/portfolio/gewalt-informelle-pflege Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen bedeutet: Durch eine Handlung oder das Unterlassen einer angemessenen Reaktion wird ihnen Schaden oder Leid zugefügt. Angehörige, gegen die ihren Angaben zufolge durch die pflegebedürftige Person Gewalt beziehungsweise krankheitsbedingtes gewaltförmiges Verhalten ausgeübt wurde, sind häufiger niedergeschlagen: 44 Prozent der Befragten, die von solcher psychischer Gewalt berichten, stimmten der Aussage "Ich fühle mich häufig niedergeschlagen" zu; bei denjenigen ohne Erfahrung solcher Gewalt in den letzten sechs Monaten waren es 30 Prozent. Zum Thema Gewalt in der informellen Pflege gibt es kaum Studien. I had to use force to bring her in. Wie Gewalt in der Pflege aussehen kann und was Betroffene tun können, um sie zu verhindern, erfahren Sie bei pflege.de. Betrachtet man alle Erscheinungsformen zusammen, so zeigt sich, dass 47 Prozent der Befragten angaben, von psychischer oder körperlicher Gewalt beziehungsweise entsprechendem krankheitsbedingten gewaltförmigen Verhalten durch den/die Pflegebedürftige(n) betroffen gewesen zu sein. In der Studie wurden pflegende Angehörige unter anderem gefragt, ob es in den letzten sechs Monaten mindestens einmal vorgekommen sei, dass sie Gewalt beziehungsweise gewaltförmiges krankheitsbedingtes Verhalten durch die von ihnen gepflegte Person erfahren hatten. Auch freiheitseinschränkende Maßnahmen, Vernachlässigung, finanzielle Ausbeutung und sexueller Missbrauch werden dazugezählt.3, International findet man wenige Studien, die spezifisch Gewalt in der Pflege thematisieren. Gewalt durch Angehörige hat viele Gesichter. Gesundheit und Gesellschaft, 18/2015 (7-8), S. 22-28. B. Aufzwingen von Nahrung). Die Angehörigen sollten auch Auskunft darüber geben, ob sie selbst der pflegebedürftigen Person gegenüber gewaltsam gehandelt hatten. 7. Berlin, 2017, S. 8-12. Beispiele: – sich respektlos verhalten: schimpfen, anschreien,